Grüße & Prolog
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An alle M a a c k-Verwandten die herzliche Bitte, mir auch weiterhin wichtige Familien-Nachrichten zukommen zu lassen, mich auf Ungenauigkeiten und Fehler aufmerksam zu machen oder Ergänzungen zu schicken! Wie Ihr aus meinen Aufzeichnungen ersehen könnt, gibt es noch einige Lücken, die ich hoffentlich im Laufe der Zeit noch füllen kann. Wenn ich dabei Glück haben sollte, werde ich Euch einen Nachtrag schicken. Zum Schluß meinen herzlichen Dank allen treuen Helfern! Ich hoffe, Ihr habt ein wenig Spaß an den "Nachkommen"! Es grüßt Euch alle Eure |
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Johann Peter II Maack und seine Nachkommen Fünfundzwanzig Jahre lang hatten sich Johann Peter I und seine Frau Magdalena Dorothea in Haus, Garten und Feld redlich abgerackert; durch schwere Arbeit und mancherlei widrige Umstände frühzeitig gealtert, verbraucht und verbittert, beschlossen sie, ihrem ältesten Sohn - Johann Peter II – die Güter zu übergeben und sich selbst im Alter von 56 und 59 Jahren zur Ruhe zu setzen. Da Sohn Johann Peter bereits mit Magdalena Körner verlobt war, stand der baldigen Hochzeit weiter nichts mehr im Wege, als die schnelle Protokollierung sämtlicher Ansprüche und Wünsche der künftigen Altenteiler. Am 30. Oktober 1850 fuhren sie also gemeinsam mit Pferd und Wagen nach Lüneburg zum Amtsgericht, das junge Paar, Eltern Maack und Eltern Körner. Hier wurden nun in langer Sitzung Ehestiftung nebst Hofübergabe und Altenteils- und Abfindungs-Contrakt aufgezeichnet. Der erste Teil wurde rasch erledigt: Der Bräutigam nimmt seine Braut nach der Eheschließung zu sich in seine von den Eltern ererbten Güter; sie bringt ihrem Ehemann als Heiratsgut mit ein volles Kistenpfand im Werte von etwa 13o Talern, dazu einen eichenen Koffer im Werte von 16 Talern, außerdem gibt ihr Vater ihr am Hochzeitstage 2oo Taler Courant in bar, und zwar als Abfindung von der väterlichen Stelle. Als man zum zweiten Teil der Verhandlungen kam, wurde die Sache schon entschieden schwieriger. Die künftigen Altenteiler waren nicht gewillt, freiwillig auf etwas zu verzichten, was ihnen ihrer eigenen Meinung nach zustand. Sie forderten und erhielten nicht nur eine Stube nebst anliegender Kammer, Bodenraum mehr, als dem neuen Wirt übrig blieb, einen Schweinestall, Garten-land, ein Stück Ackerland, fünf Obstbäume, jährlich 1 1/4 Faden "ellenlanges" Ellernholz und 3000 Soden trocknen Torf, ebenfalls jährlich 16 Taler für ein Schwein, vierteljährlich 4 Taler "Tischgeld", für den gleichen Zeitraum 4 Himten reinen Roggen, 4 Pfund frische Butter, 15 Stück Hühnereier, täglich 1 Quartier süße Milch, jährlich 2 "flächsene" Hemden, sondern auch reine Wäsche, nötigen Erbsenbusch, Stroh für die Betten, Stroh zum Feuer anmachen und eine Menge mehr! Außerdem mußte der junge Wirt sich verpflichten, seine vier jüngeren Geschwister, zwei Brüder und zwei Schwestern, entsprechend auszusteuern. Daß die gemeinsame Heimfahrt sehr fröhlich war, ist kaum anzunehmen!Eine große Belastung für das harmonische Zusammenleben stellte der Vertrag auf jeden Fall dar, denn die Güter waren verhältnismäßig bescheiden und ließen auch ohne diese Auflagen keine weiten Sprünge zu. Trotz allem begann das junge Paar unverzagt seinen gemeinsamenLebensweg. Am 2. Dezember 1858 wurden sie im Dom zu Bardowick getraut.Und dann begann der Alltag, Arbeit im Haus, Arbeit auf dem Acker. Kurz vor der Geburt des ersten Kindes starb der alte Vater Maack an Cholera, die er sich aus Hamburg mitgebracht hatte, ohne daß er noch so richtig in den Genuß des Altenteils kommen konnte. Im Dezember 1858 wurde Heinrich, der Hoferbe, geboren, 1861 folgte Peter und 1863 kam Wilhelm zur Welt. Nach etwas mehr als zwanzig Jahren fuhren Johann Peter und Magdalena wieder einmal zum Amtsgericht nach Lüneburg. Dieses Mal ließen sie einen Kaufvertrag protokollieren. Für eine Gesamtsumme von 195oo Mark kauften sie von Großkötner Ahrens das unweit ihres Hofes gelegene geräumige Wohnhaus, dazu ein Stallgebäude, einen Garten von 4 Calenberger Morgen und eine 2 Morgen große Wiese, direkt beim Hause gelegen. Das bedeutete für die Maacks ein einschneidendes Erlebnis, hatten doch die Vorfahren fast zwei Jahrhunderte lang in dem kleinen strohgedeckten Haus gelebt. Aber bei den sich langsam ändernden Lebensgewohnheiten und Bedürfnissen schien in Laufe der Zeit das alte Haus zusammenzuschrumpfen, die Stuben und Kammern wurden kleiner, die Decken niedriger, die schmalen Türen und Fenster schienen immer weniger Luft und Licht einlassen zu wollen. 1879 zogen Johann Peter und Magdalena um. Aber das verlassene Haus sollte noch einmal zum Leben erwachen. Alsnämlich der Erbe Heinrich im Jahre 1883 heiratete, führte er seine junge Frau hierher, und in einer der niedrige Kammern erblickten auch ihre Kinder Berta und Wilhelm das Licht der Welt. Erst im Jahre 1898, als beide Eltern Maack verstorben waren, zogen auch Heinrich und Catharina hinüber in das größere Haus, dort wurde ihnen noch ein Sohn geboren, Reinhard, der spätere Hoferbe. Das alte Haus ist längst nicht mehr, es lebt nur noch in der Erinnerungder älteren Generation, geblieben sind auch einige Fotos, vor allem aber Zeichnungen und Ölbilder des Bardowicker Malers Hugo Friedrich Hartmann. |